Lesetipp: Die Wolke

Cover_diewolkeDie 14-Jährige Janna-Berta ist in der Schule, als plötzlich ABC-Alarm losgeht. Auf den Straßen herrscht sofort Chaos. Sie lässt sich nach Hause fahren, holt ihren kleinen Bruder und macht sich mit dem Fahrrad auf dem Weg zum nächsten Bahnhof. Ihre Eltern sind auf einer Tagung und die Großeltern im Urlaub. Also müssen die beiden sich alleine durchschlagen. Janna-Berta weiß nicht so genau was los ist, nur dass es im Atomkraftwerk Grafenrheinfeld einen Zwischenfall gegeben hat.

Die Flucht der Kinder aus dem gefährdeten Gebiet und das Leben nach der Katastrophe wird auf erschütternde Weise geschildert. 

Das Buch rüttelt auf und ruft auf nicht die Augen vor der Gefahr zu verschließen, der wir alle ausgesetzt sind so lange Atomkraftwerke am Netz sind. Der Schauplatz liegt mitten in Hessen, im Vogelsberg und macht damit deutlich, wie nah die Gefahr ist und dass ein solches Unglück nicht nur in Russland passieren kann.

Gudrun Pausel regt in Die Wolke mit der Beschreibung von schockierenden Szenarien zum
Nachdenken an und ist damit sehr zu empfehlen, um Jugendlichen die Gefahren von Atomkraft
deutlich zu machen. Außerdem lässt sich daran erklären, was damals in Tschernobyl passiert ist. Allerdings ist es trotz der gut verständlichen Sprache und der guten Erklärungen erst für ältere Leser geeignet, da die Geschichte doch sehr authentisch erzählt wird. Auch für mich als Erwachsene ist dieses Buch immer wieder sehr erschütternd. Die Altersempfehlung des Herstellers liegt bei 13 bis 16 Jahren.

Die Wolke Buch wurde 1988 mit dem deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.

Autorin: Gudrun Pausewang
Verlag: Ravensburger Taschenbuch (1987), 223 Seiten

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